1.8.2012

Statt der Banken wird eine Ideologie gerettet

FAZ: Banken und Versicherungen haben […] auf Staatsanleihen vertraut. Wenn die nun ihren Wert einbüßen, dann kollabieren doch auch diese Institute, mit fürchterlichen Folgen für Sparer und Versicherte. […]

HUDSON: Das ist falsch. Schon einen Tag nach dem Schuldenschnitt könnten die Banken und die Versicherungen ihre wichtigen Funktionen wiederaufnehmen. Die Chefin der amerikanischen Einlagensicherung, Sheila Bair, hat das mal ausführlich erklärt. Sie hätte beispielsweise die Einlagen der sehr leichtsinnigen Citibank retten, die normalen Bankfunktionen bewahren und die problematischen Zweige der Bank schließen können. Verluste hätten nur die Zocker an der Spitze erlitten.

(Michael Hudson und Sahra Wagenknecht im Interview mit der FAZ; Link oben von mir; via.)

All das ist nichts Neues; es ist aber schon mehr als erstaunlich, welche Meinungen (man könnte vielleicht besser sagen: Einsichten) sich plötzlich selbst im Mainstream der FAZ wiederfinden.

Hudsons Zusammenfassung der Situation:

Statt der Banken wird eine Ideologie gerettet, nämlich jene, dass all die Schulden irgendwann tatsächlich zurückgezahlt werden müssen. Doch das Problem kann auch ganz anders gelöst werden.

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