18.12.2008

Core i7, 4 GB, 2 TB

Nachdem mein Heim-Rechner lockere neun Jahre alt geworden ist, wurde es an der Zeit, mit etwas Neuem zuzuschlagen - nicht, weil was kaputt ist, sondern weil Musik-Equipment den Weg komplett in den Computer genommen hat. Heutzutage braucht man kaum noch externe Mischpulte, Effektgeräte, oder auch Synthesizer, dafür aber maximale Resourcen im Computer, sowohl, was Speicherplatz, als auch, was Processing-Power angeht.

Heute morgen kam die Lieferung - und zwar in Einzelteilen. Es wird dadurch nicht wirklich billiger, man bekommt aber genau das, was man will - und meine Vorstellungen weichen von denen der Anbieter von Komplettangeboten doch etwas ab. OK - den Intel Core i7 (die 4x2.6GHz-Variante, also das Einsteigermodell der derzeitig schnellsten CPU's) in Verbindung mit 4GB RAM gibt es auch bei Saturn - aber eben nicht auch noch mit 2 Terrabyte Festplattenspeicher, die aus zwei als RAID-Array geführten Platten bestehen (was die Performance der Platten deutlich verbessert - für die Wiedergabe von hochauflösendem Audio nicht ganz unwichtig), und der schnellsten passiven (d.h. flüsternd-leisen) Grafikkarte.

Die Bastelei fand ich nicht sonderlich schwierig - dabei ist es auch nicht das erste Mal, das ich das mache, obwohl das letzte Mal die erwähnten neun Jahre zurück liegt. Dabei bedeutet es natürlich trotzdem einen Akt innerer Überwindung, zum ersten Mal Strom auf das Gerät zu schalten - obwohl ich die (katastrophal schlechten) Manuals Wort für Wort gelesen hatte, und dreimal kontrolliert hatte, ob alle Kabel richtig liegen, hatte ich durchaus echte Angst, den Power-Knopf zu drücken - wenn man was falsch macht, würden Mainboard und Prozessor unwiederbringlich gegrillt - Erleichterung: alles ging gut.

Es wäre aber zu schön gewesen, wenn alles auf Anhieb geklappt hätte. Zum einen ist die Grafikkarte von einem derart mächtigen passiven Kühler umgeben, daß der die komplette Tiefe des Gehäuses in Anspruch nimmt - da bleibt nicht einmal Raum für den zweiten Lüfter, der an der Außenwand angebracht ist. Beim ersten Startversuch des kompletten Systems gab es ein lautes Geklackere, bei dem mir fast das Herz still stand - der Lüfter hatte mechanischen Kontakt mit der Karte, und mußte wieder raus. - Zum zweiten hatte ich vom Versand (Alternate) im vorhinein die Mitteilung bekommen, daß man die Lieferung in zwei Teile splitten würde, weil das DVD-Laufwerk nicht verfügbar sei. Nicht schlimm, dachte ich: dann nimmst du zum Installieren von Betriebssystem und Software mal kurz das Laufwerk aus dem alten Rechner (den ich nicht ausschlachten, sondern weiterhin benutzen oder komplett verkaufen will). Denkste: die Jungs von der Hardware-Front haben nicht nur das Bussystem der Grafik geändert (was ich vorher wußte), sondern auch zumindest neue Stecker für die Kabel zu den Laufwerken gebastelt - als nächstes muß ich forschen, ob sich dahinter ein neues Bussystem verbirgt, oder ob es Adapter gibt.

Für Beschäftigung über die "Feiertage" ist jedenfalls reichlich gesorgt - ich bin gespannt, ob wenigsten etwas Zeit dazu bleibt, Musik zu machen.

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