1.8.2008

Drei heiße Sommertage - Heidbergring, Padborg

Nach den beiden Tagen in Padborg letzte Woche war der Heidbergring heute der dritte Tag in diesem Urlaub, den ich auf der Rennstrecke verbringe; der Harzring nächstes Wochenende werden dann die Tage vier und fünf. Nicht, daß dies reichen würde. Aber man lernt ja, sich zu bescheiden.

Eigentlich steht auch der Padborg-Bericht noch aus, aber ich habe schon die ganzen letzten Tage fast ausschließlich Motorradfahren im Kopf, da bin ich abends fast dankbar, wenn ich mich auf eine Runde Musik konzentrieren, und dann darüber auch bloggen kann.

Hinzu kommt, daß es eigentlich keine aufregenden Geschichten zu erzählen gibt, außer, daß ich immer schneller im Kreis fahre. Dabei bin ich weit entfernt, richtig schnell zu sein - meist fahre ich zwar in der schnellen Gruppe, werde dort aber von fast allen versägt. Ich tue mich noch schwer, wirklich auf der letzten Rille zu beschleunigen und zu bremsen. Eigentlich bin ich zufrieden, wenn ich in den Kurven die Knieschleifer auf dem Asphalt schreddern kann - vielleicht ändert sich das im Lauf der Zeit, ich werde das einfach so rollen lassen, wie es kommt.[1]

Ach so, es gibt doch zwei Storys - wobei ich die eine im Rahmen gutnachbarschaftlicher Beziehungspflege verschweigen werde (sie hat mir immerhin die kostenlose Montage neuer Bremsbeläge eingebracht - der betreffende Herr weiß spätestens jetzt Bescheid). Die andere hat mit dem ersten Einsatz meines neuen Anhängers zu tun.

Ich war vor Padborg leicht bis mittelschwer nervös, ob ich es hinbekomme, das Moped allein auf den Trailer zu schieben und vernünftig zu verzurren - ich habe bei solch einer Verladeaktion ein- oder zweimal mitgeholfen und mir auch zeigen lassen, wie man mit den Gurten umgeht. Trotzdem hatte ich tagelang vorher leise Panik. Natürlich ging letztlich alles glatt - ich bin zwar fürchterlich ins Schwitzen geraten, als ich zum ersten Mal die Maschine die Rampe hochgeschoben habe, und auf der kompletten Autobahntour habe ich mit aufgerissenen Augen in den Rückspiegel geschaut, wenn ich über eine Unebenheit gefahren bin, und das Moped hinter mir auch nur ein wenig ruckelte [2]. Allerdings habe ich es in meiner Hektik prompt geschafft, den Anhänger auszukuppeln und wegzuschieben, während die Elektrik noch verbunden war: der Stecker hat sich, ohne groß vorher zu fragen, in zwei Teile zerlegt, und war (für mich) nicht mehr reparierbar.

Letzten Montag bin ich mit dem Hänger bei Kröger vorgefahren und habe um Hilfe gebeten. Der Verkäufer suchte einen Stecker heraus, nahm, als er mich bei meinem vergeblichen Versuch sah, die im Auto verbliebene Steckerhälfte herauszuziehen, die Zange und erledigte das mal eben, und holte jemanden aus der Werkstatt, der die Elektrik neu zusammen steckte. Kosten: keine(!!). Das hätte man auch anders abrechnen können, ohne daß ich einen Grund gehabt hätte, mich zu beklagen. So aber ist das eine 1+ mit Sternchen, und ein echter Anlaß, die Jungs weiterzuempfehlen.

Ansonsten war dies heute das letzte Mal, daß ich die Spiegel der ZX-6 ab- und wieder anmontiert habe. Montag geht das Nummerschild zurück an die Zulassungsstelle, und ab dann werde ich mal gucken, was ich bislang so alles an überflüssigem Gewicht mitgeschleppt habe (wobei ich mir nicht einbilde, daß mich dies schneller macht).

  1. [1] Dabei war ich heute in der einzigen Regenrunde des Tages schneller als der verbleibende, kümmerliche Rest, der sich noch auf die Strecke traute: da sieht das Limit einfach anders aus, man kann nicht hart beschleunigen oder bremsen, sondern muß mit viel Gefühl den Punkt suchen, wo die Rutscherei nicht außer Kontrolle gerät.
  2. [2] Die Rücktour war deutlich entspannter - so entspannt sogar, daß ich irgendwann ein wenig schläfrig in den Rückspiegel schaute, und mich heftig verjagte, weil ein Motorrad wenige Zentimeter hinter mir auffuhr, zudem noch mit ausgeschaltetem Abblendlicht.
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