20.3.2008

Juno

Regie: Jason Reitman
Drehbuch: Diablo Cody
Darsteller: Ellen Page, Jennifer Garner

Juno ist sechszehn, und wird bei ihrem ersten Experiment mit "sexueller Aktivität" (wie das ihre - ansonsten außerordentlich coole - Stiefmutter nennt) gleich schwanger. Die Beichte bei den Eltern ergibt, daß es denen lieber gewesen wäre, sie wäre betrunken Auto gefahren, hätte ein Drogenproblem, oder wäre von der Schule geflogen. Trotzdem beschließt sie, das Kind zu bekommen (es hat schließlich schon, in der 12. Schwangerschaftswoche, Fingernägel) - freilich mit der Idee, nicht selber die Mutterrolle zu anzunehmen, sondern das Kind zur Adoption freizugeben (der links/rechts-fixierte Zuschauer sitzt spätestens jetzt zwischen den Stühlen).

Sie trifft auf der Suche nach den Eltern ihres Babys auf ein Ehepaar (Jennifer Garner in einer Rolle als Karrierefrau - sie kann ja spielen), das sie anfangs fasziniert, das aber mehr und mehr all jene Probleme zeigt, vor denen sie fliehen wollte.

Das hört sich nach einem umständlichen Problemfilm an: es ist alles andere als das. "Juno" wurde mit dem Drehbuch-Oskar bedacht, und zwar völlig zurecht: der Film lebt von den schlagfertigen, brüllend absurd-komischen Dialogen. So redet kein Mensch: und so artifiziell ist der Film auch letzten Endes.

Mit anderen Worten: man lacht über Probleme, die man selber (gar nicht so gerne!) hätte, wäre man ebenso cool wie man das ersehnt. Gottlob/leider (je nachdem) können sich sowas nur erfundene Gestalten leisten.

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