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Torchwood
Im Pilotfilm zur Serie begegnet man der Polizistin Gwen Cooper, die am Schauplatz eines Mordes ermittelt. Dort fährt ein Transporter vor, dem ein Trupp von vier Leuten entsteigt und die Ermittlung an sich reißt: dies sei „Torchwood”, heißt es lapidar. Gwen läßt sich nur höchst widerwillig beiseite drängen, und findet eine Möglichkeit, dem Treiben der geheimnisvollen Gestalten zuzuschauen. Was sie dort sieht, kann sie nicht recht glauben: das Mordopfer wird mit einem eigenartigen Handschuh wieder ins Leben gerufen, damit es eine Aussage macht - worauf man es wenige Minuten später wieder sterben läßt. Gwen gibt keine Ruhe, und schafft es schließlich, das Hauptquartier von Torchwood aufzuspüren. Der Chef der Einheit, Captain Jack Harkness, fragt sie schließlich, ob sie Mitglied einer Organisation werden will, die verdeckt und jenseits jeder Legalität Aliens aufspürt und bekämpft.
EXTERMINATE!
Momentan stecke ich mitten in der ersten Staffel „Torchwood”. Die DVD-Box habe ich weitgehend unbesehen gekauft, im Vertrauen darauf, daß ich mit Science Fiction eigentlich immer etwas anfangen kann, auch wenn das arg in Richtung Trash tendiert (ich habe in meinem Bücherregal nicht nur die gesammelten Werke von Philip K. Dick und Stanislaw Lem stehen, sondern auch die Groschenromane aus dem „Golden Age” des Science Fictions der 20er und 30er Jahren). Wie es der Zufall will, bleibt es bei „Torchwood” aber nicht bei billiger Unterhaltung. Ich habe von Folge zu Folge immer mehr das Gefühl, auf eine echte Perle gestoßen zu sein - das ist eine richtig originelle und fast schon geniale SciFi-Serie. Dabei geht es hier nicht so sehr um technisches Zukunftszeug. Das Geschehen driftet gelegentlich ins Mystery- oder sogar Horrorgenre ab, wobei die menschlichen Beziehungen zwischen den Protagonisten und ihre emotionalen Reaktionen auf die bizarren Ereignisse und Herausforderungen im Zentrum stehen (Philip K. läßt schön grüßen). Es gibt hier keine Gestalt, die stets einwandfrei auf der Seite des „Guten” steht, sondern alle Figuren bewegen sich in einer Grauzone und laden früher oder später Schuld auf sich, für die es keine Rechtfertigung gibt.