6.9.2009

Mechanik

Was macht ein Leben? Sicherlich eine Mechanik, es zu führen, unter deren Schutz man diese Frage nur ausnahmsweise stellt.

23.8.2009

Spiel und Traum

Ein Spiel heißt so, wo es um alles geht. Dort ist die Außenseite des Traums. Spiel wie Traum sind Gegenentwurf zur Wirklichkeit. Wo der Träumer schläft, bewegt sich der Spieler im Diesseits, wo er scheitern mag.

8.6.2009

Meine Sicht

Meine Sicht ist verdeckt von dem was ich bin.
Wohin ich auch blicke, sehe ich
mich
hier.

Doch das hat keine Wirklichkeit.

Denn das, was war, ist das, was einst folgen sollte.
Woher ich komme, sah ich den Weg vor mir.
Alle Erinnerung ist die an erträumtes Irgendwann.

…und nirgends ein Blick Sinn.

14.2.2009

Songtext: Traumsphäre

Platon

Ich reise im Sphärenklang meiner Träume
Im Sternenschiff.

Vor dem Rad
Längst vor dem Feuer
Vor der ersten Idee
Noch vor der Ankunft der Zeit.

Men are dead

Ihr Sterne dort draußen
Galaxien
Gebt mir euer Geheimnis.

and things are gone

Ich muß wissen was ihr seid
Damit ich weiß wo ich bin.

and you have some explainings to do

5.12.2008

Staubte Zeit

Den ganzen arg verzückt in sich selbst verliebten Teil tue ich mal gerade in die eine Ecke - um Raum zu haben, dort zu stöbern, wo wohl auch Staub liegt, wo ich aber hoffentlich keine Leichen finde: ganz einfach kann dies alles sein, G-Dur mit ein paar Akzenten, die Beschreibung einer Busfahrt, ein paar Kumpels mit ihren Motorrädern.

Wenn da nicht die ganze falsche Welt wäre.

Song: Regenfahrt

Durch beschlagene Fenster im Bus
auf der Fahrt durch Sankt Georg
Richtung Bahnhof

im in Regen getauchtes Winterdunkel des frühen Abends

blicke ich in das Licht der vorbeifließenden Stadt:
Rücklichter und Scheinwerfer der Autos,
glitzernde Schaufenster; Neonröhren im Hotel;
blaue und gelbe und rote Beschriftung und Werbung
("Phönix Hotel" in blauer Schrift,
und "Blockhaus Restaurant" in Gelb,
rot "Verbraucherzentrale")

das Rund der Bahnhofsuhr und
Girlanden und Ketten der Einkaufszone im Weihnachtsschmuck;

all dies zerfließend, verschwebend, überzerrt.

Ich schaue zu und sehe schweigend
und wundere mich wo die Menschen sind.

20.11.2008

Song: Nacht

Ich träumte mich fort
in Farben der Nacht;
von Geschichten umgeben
in schimmernden Schlaf.

Träumend war ich
ein Teil dieser Welt -
umgarnt, wie Wirken der Zeit,
wie Wirken des Zauberers,

des Zauber-Zauderers,
des Stellvertreters,
des Ich-nicht-mehr.
Ich-nicht-mehr.


Da ist die Mauer der Nacht
zwischen kältesten Sternen
und meiner eigenen, so dunklen Welt;

die Nacht, wie sie dem Auge taugt,
wenn sie träumend Gesichter erschafft
die man auch wachend kennt
und endlich berührt.

Die Nacht
des Ich-nicht-mehr.
Ich-nicht-mehr.

16.11.2008

Was gesagt wird

Was gesagt wird
verhallt und verschwimmt
wie Regen, der fällt:
wie nebenher gesprochen,
beschworen vom Rauschen der Worte,
vom Rauschen hinter dem, was gemeint war,
und was als Beschwörung zurückfällt
auf jene die sprachen.

Und ich bin auch dabei.
Und ich war auch dabei.
Und hoffte auf ein Wort.
Und hoffe auf mein eigenes Wort.

Ein Wort wie ein Haus,
darin das Zimmer, in dem mein Bett steht


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