Ein Murmelspiel
Exposé (Roman/Film/Computerspiel)
PK erwacht in einer beengten, kärglich mit Bettgestell und Klo ausgestatteten Zelle. Nachdem er im Halbdunkel den Raum abgetastet hat und feststellt, daß er eingesperrt ist, wird die Tür aufgestoßen, und zwei Wachen betreten den Raum. Sie stoßen ihn grob, und befehlen ihm, mitzukommen. PK taumelt, immer wieder von ihren Knüppeln weiter getrieben, durch einen langen Gang, bis man ihm zu stoppen befiehlt, eine Tür an der Seite öffnet, und ihn in den Raum dahinter stößt. Auch diese Zelle ist klein, klaustrophisch – nur daß hier kein Bett steht, sondern ein einsamer Stuhl, auf den man ihn fesselt. Die Wachen verlassen den Raum, und PK sitzt mit dem Rücken zur Tür, wartet. Nach einiger Zeit hört er Schritte im Gang, die Tür geht auf, eine Stimme sagt: „So sieht man sich wieder“. PK wendet den Kopf, kann aber niemanden sehen, bis er wieder Geräusche hört, und – stark nach hinten verdreht – jemanden am Rande seines Gesichtsfeld erkennt: ein kleiner, unscheinbarer Mann, mit ungepflegten langen Haaren, gekleidet in eine Jeansjacke über einem weißen T-Shirt, der sagt: „Wirst Du es mir diesmal erzählen?“ PK hat den Mann nie gesehen, und weiß nicht, was der hören will, schüttelt nur den Kopf. „Gut“, sagt der Mann, und lächelt. Seine Augen leuchten blau mit einem merkwürdigen Strahlen, und irgend etwas verändert sich mit seinem rechten Arm, den PK gerade noch erkennen kann. Etwas kommt auf ihn zu – es wird schwarz, und er erwacht.
Mechanik
Was macht ein Leben? Sicherlich eine Mechanik, es zu führen, unter deren Schutz man diese Frage nur ausnahmsweise stellt.
Spiel und Traum
Ein Spiel heißt so, wo es um alles geht. Dort ist die Außenseite des Traums. Spiel wie Traum sind Gegenentwurf zur Wirklichkeit. Wo der Träumer schläft, bewegt sich der Spieler im Diesseits, wo er scheitern mag.
Meine Sicht
Meine Sicht ist verdeckt von dem was ich bin.
Wohin ich auch blicke, sehe ich
mich
hier.
Doch das hat keine Wirklichkeit.
Denn das, was war, ist das, was einst folgen sollte.
Woher ich komme, sah ich den Weg vor mir.
Alle Erinnerung ist die an erträumtes Irgendwann.
…und nirgends ein Blick Sinn.
Songtext: Traumsphäre
Ich reise im Sphärenklang meiner Träume
Im Sternenschiff.
Vor dem Rad
Längst vor dem Feuer
Vor der ersten Idee
Noch vor der Ankunft der Zeit.
Man are dead
Ihr Sterne dort draußen
Galaxien
Gebt mir euer Geheimnis.
and things are gone
Ich muß wissen was ihr seid
Damit ich weiß wo ich bin.
and you have some explainings to do
Staubte Zeit
Den ganzen arg verzückt in sich selbst verliebten Teil tue ich mal gerade in die eine Ecke - um Raum zu haben, dort zu stöbern, wo wohl auch Staub liegt, wo ich aber hoffentlich keine Leichen finde: ganz einfach kann dies alles sein, G-Dur mit ein paar Akzenten, die Beschreibung einer Busfahrt, ein paar Kumpels mit ihren Motorrädern.
Wenn da nicht die ganze falsche Welt wäre.
Song: Regenfahrt
Durch beschlagene Fenster im Bus
auf der Fahrt durch Sankt Georg
Richtung Bahnhof
im in Regen getauchtes Winterdunkel des frühen Abends
blicke ich in das Licht der vorbeifließenden Stadt:
Rücklichter und Scheinwerfer der Autos,
glitzernde Schaufenster; Neonröhren im Hotel;
blaue und gelbe und rote Beschriftung und Werbung
("Phönix Hotel" in blauer Schrift,
und "Blockhaus Restaurant" in Gelb,
rot "Verbraucherzentrale")
das Rund der Bahnhofsuhr und
Girlanden und Ketten der Einkaufszone im Weihnachtsschmuck;
all dies zerfließend, verschwebend, überzerrt.
Ich schaue zu und sehe schweigend
und wundere mich wo die Menschen sind.
Song: Nacht
Ich träumte mich fort
in Farben der Nacht;
von Geschichten umgeben
in schimmerndem Schlaf.
Träumend war ich
ein Teil dieser Welt -
umgarnt, wie Wirken der Zeit,
wie Wirken des Zauberers,
des Zauber-Zauderers,
des Stellvertreters,
des Ich-nicht-mehr.
Ich-nicht-mehr.
Da ist die Mauer der Nacht
zwischen kältesten Sternen
und meiner eigenen, so dunklen Welt;
die Nacht, wie sie dem Auge taugt,
wenn sie träumend Gesichter erschafft
die man auch wachend kennt
und endlich berührt.
Die Nacht
des Ich-nicht-mehr.
Ich-nicht-mehr.